Erfahrungen mit Hanse Haus

Update: Erfahrungen mit Hanse Haus im Überblick

In unserem Fertighaus-Baublog berichten wir seit Beginn unseres Bauvorhabens offen und ehrlich über unsere persönlichen Erfahrungen beim Hausbau. Dazu gehören die ersten Entwürfe, die Bemusterung, notwendige Umplanungen sowie kreative Lösungen, um Kosten zu sparen, ohne auf Qualität zu verzichten. In regelmäßigen Artikeln dokumentieren wir außerdem den Baufortschritt der einzelnen Bauphasen und teilen unsere Erfahrungen mit beteiligten Gewerken und Baupartnern.

Unser Fertighaus mit Pultdach stammt vom Hersteller Hanse Haus mit Sitz im fränkischen Oberleichtersbach. Gebaut wurde in Holzständerbauweise nach KfW-55-Standard, nahezu schlüsselfertig. Auf dieser Seite fassen wir unsere Erfahrungen mit Hanse Haus nach Abschluss des gesamten Bauprojekts zusammen.

Unsere Erfahrungen mit Hanse Haus – Fazit nach dem Hausbau

Nach Fertigstellung unseres Hauses, dem Einzug und der Beseitigung aller uns bekannten kleineren Mängel können wir heute ein ehrliches Fazit ziehen. Selbst kurz vor Ablauf der zweijährigen Gewährleistungsfrist wurde noch ein kleiner Schaden am Fassadenputz durch Hanse Haus problemlos behoben.

Erfahrungen mit der Bemusterung bei Hanse Haus
Der Bemusterungspark bei Hanse Haus: Positive Erfahrungen, war ein tolle Zeit mit nachträglich kleineren Verbesserungswünschen

Unsere Erfahrungen mit Hanse Haus als Fertighaushersteller und Generalunternehmer sind insgesamt positiv. Wenn wir gefragt werden, warum wir uns wieder für Hanse Haus entscheiden würden, lassen sich die Gründe wie folgt zusammenfassen:

  • Keine bösen Überraschungen: Sämtliche vereinbarten Preise, Leistungen und Ausstattungen wurden wie vertraglich festgelegt umgesetzt. Genau darauf haben wir großen Wert gelegt – gerade bei einem Bauprojekt dieser Größenordnung. Auch nun, nach 8 Jahren (Update im Dezember 2025) sind wir mit der gebotenen Qualität sehr zufrieden, während die Häuser in der Nachbarschaft von billigeren Ausbauhäusern bereits vermehrt mit Schimmel und anderen Problemen zu kämpfen haben. Zu Beginn wurden Kleinigkeiten im Rahmen der Gewährleistung oder Kulanz behoben, gravierende Mängel konnten wir nun auch nach Jahren des Wohnens im Haus nicht feststellen.
  • Stimmiges Preis-Leistungs-Verhältnis: Ein Haus von Hanse Haus ist kein Schnäppchen, bietet aus unserer Sicht aber eine solide Bauqualität, hochwertige Materialien und eine saubere handwerkliche Ausführung.
  • Gute Bauqualität & Wohnkomfort: Bis heute haben wir keine Probleme mit Feuchtigkeit, Schimmel oder Wasserschäden. Das Raumklima ist sehr angenehm, der Schallschutz für eine Holzständerbauweise überraschend gut.
  • Bemusterung: Hier hätten wir uns im Nachhinein gewünscht besser über Alternativen und Optionen aufgeklärt worden zu sein. Natürlich hätten wir uns selbst besser vorbereiten können und wählten daher immer zwischen den angebotenen Optionen, die natürlich meist im „Standard“ und ohne Aufpreis zur Auswahl standen. Wir hatten uns bewusst beim Angebot für das Haus schon einiges an Aufpreis-pflichtigem bereits reinschreiben lassen und gingen mit einem selbst gesetzten „Addon“ von 15.000 € zum Hersteller. Dieses Budget haben wir auch ziemlich genau eingehalten.

    Im Nachhinein hätten wir uns gerne etwas mehr Offenheit von den Beratern gewünscht, indem sie unsere Entscheidungen bewusst hinterfragt hätten anstatt alles nett wegzulächeln. Die Anzahl an geplanten Steckdosen und Multimedia-Anschlüssen für das geplante Homeway-System war deutlich zu gering. Nun arbeiten wir also in den Kinder- und Wohnzimmer mit unschönen Mehrfachsteckern und Verlängerungen. Gerne hätte ich nun anstatt der aufgemusterten (1.500 ) Dschungel-Erlebnisdusche im Badezimmer lieber 15 Steckdosen und Homeway-Adapter gehabt.

    Ebenso hätten wir damals bereits auf das Setzen von bestimmten Balken zur Verankerung von Vordächern oder Markisen für die Terrasse beharren sollen, um eine feste Verankerung mit dem Haus ohne zusätzliche Stützbalken im Nachgang ermöglichen zu können. Damals kamen wir selbst nicht auf die Idee, es wäre aus unserer Sicht aber auch im Interesse des Fertighausanbieters Hanse Haus uns proaktiv auf solche Eventualitäten vorzubereiten. Aber vermutlich verdient ein Hersteller bei nachträglichen Änderungen besser als wenn solche Dinge bereits im Vorfeld beschlossen werden.
  • Unterschiedliche Ansprechpartner: Während des Bauprojekts hatten wir Kontakt zu verschiedenen Personen aus Vertrieb, Bauleitung, Bemusterung und Werkskundendienst. Unsere Erfahrungen bei der Bemusterung sowie mit den meisten Ansprechpartnern waren überwiegend positiv – Unterschiede gibt es wie überall. Nach der Vertragsunterschrift nahm der Kontakt und der Support seitens des Vertrieblers (nicht fest angestellt, sondern arbeitet auf Provisionsbasis) leider spürbar ab. Herr S. hatte seine Provision sicher und weitere Hilfe kam von seiner Seite nicht und lenkte unsere Anfragen direkt in Richtung Hanse Haus um. Umso erfreulicher, dass der Hersteller selbst immer äußerst kompetent agierte und uns weiterhelfen konnte, auch wenn wir uns meist äußerst Laienhaft ausdruckten wenn es um Themen wie Erdung, Sockelhöhen und Fundamente ging. Ich denke, die Zusammenarbeit mit Vertrieblern nach der getätigten Unterschrift wird bei allen Herstellern mit gleichem Vertriebsmodell ähnlich sein.

Würden wir wieder mit Hanse Haus bauen?

Ja – wir bereuen die Entscheidung für Hanse Haus auch rückblickend nach mehren Jahren nicht. Kleinere Mängel, die bei nahezu jedem Neubau auftreten und häufig auf Subunternehmer zurückzuführen sind, wurden vom Hanse-Kundendienst aufgenommen und kostenlos auch nach Monaten der Hausübergabe noch behoben.

Man muss als Bauherr allerdings konsequent bleiben: Bei Terminen mit dem Werkskundendienst sollte man sich nicht vorschnell mit Aussagen wie „das ist normal“ abspeisen lassen. Eine saubere Dokumentation mit Fotos und eine schriftliche Kommunikation haben sich bei uns als sehr hilfreich erwiesen. Nicht auf mündliche Zusagen verlassen sondern immer alles schriftlich protokollieren würden wir immer befürworten.

Auch nach dem Einzug – etwa bei unserer Neubert-Küche – mussten noch kleinere Korrekturen vorgenommen werden. Diese wurden jedoch umgesetzt, sodass am Ende alles gepasst hat. Die bemusterte Küche kam von Neubert mit Geräten von Neff aus dem benachbarten Bretten (die nun leider die Produktion in Deutschland komplett einstellen und zahlreiche Mitarbeiter entlassen).

Insgesamt verlief die Hausstellung sowie der Innenausbau mit Hanse Haus überraschend reibungslos. Die einzelnen Gewerke waren gut koordiniert, und alle zugesagten Termine konnten eingehalten werden. Der geplante Ein- und Umzug in unser neues Haus konnte wie geplant gemacht werden.

Auf Basis unserer persönlichen Erfahrungen mit Hanse Haus können wir den Anbieter daher anderen angehenden Bauherren und Bauherren-Familien guten Gewissens weiterempfehlen.

Viel Spaß beim Stöbern in unserem Bautagebuch – und hinterlasst gerne einen Kommentar mit euren eigenen Erfahrungen mit Hanse Haus oder anderen Herstellern von Fertighäusern! Da wir praktisch „schlüsselfertig“ bauen ließen würden uns natürlich auch eure Erfahrungen interessieren wenn ihr selbst den einen oder anderen Posten selbst übernommen habt und es dann zu mehr „Schnittstellen“ kommt.