Unser Update nach ein paar Jahren: Vermeidung von Planungsfehlern

Einer unser ersten Artikel in diesem Fertighaus Baublog war ein Bericht über unsere Erfahrungen mit Hanse Haus und jetzt nach den gesammelten Eindrücken ist es an der Zeit über die Vermeidung von Planungsfehlern bei der Planung von Fertighäusern zu schreiben. Nach ein paar Jahren des „Wohnens“ in unserem Haus haben wir unsere damaligen Eindrücke aktualisiert und auf den neuesten Stand gebracht.

Wie zufrieden wir mit der gelieferten Qualität sind und welche Dinge noch verbessert werden könnten sind dem Artikel zu entnehmen. Jahre nach dem Einzug drehen sich die Gedanken natürlich um andere Dinge als beim erstmaligen Bezug. Wie kann man die Möbel anders stellen? Hat man sich bei der initialen Planung der Wände und der Raumaufteilung zu sehr eingeengt?

Das Fertighaus nach dem Einzug. Ein paar Dinge hätten wir im Nachhinein besser anders planen sollen und nicht am falschen Ende sparen,
Das Fertighaus nach dem Einzug. Ein paar Dinge hätten wir im Nachhinein besser anders planen sollen und nicht am falschen Ende sparen,

Hätte man vielleicht mehr Aufmerksamkeit bei der Planung der Steckdosenverteilung walten lassen sollen? Auch wenn bestimmte Komponenten eines Hauses durch den laufenden Betrieb des Wohnens sich plötzlich, anders als bei der damaligen Planung als eher hinderlich erweisen würde man zur Vermeidung von Planungsfehlern bei einem erneuten Bau sicherlich ein paar Dinge anders machen.

Vermeidung von Planungsfehlern: Das würden wir nun anders machen

Um euch vor typischen Anfängerfehlern bei der Planung des Hauses und bei der Auswahl des Fertighausanbieters zu bewahren aktualisieren wir gerne unseren Bericht über unsere Erfahrungen mit Hanse Haus und geben nebenbei auch generelle Tipps um euch folgenschwere Fehler und vermeintliche Kosteneinsparungen in einer Phase, in der es um jeden Cent geht, zu vermeiden. Hier geben wir euch eine kurze Checkliste mit Fragen, die ihr besser vorab berücksichtigen solltet.

Hausbau-Planung: Was macht ihr, wenn zusätzliche Kinder kommen?

Ob geplant oder ungeplant, das Leben ist voller Überraschungen. Auch wir dachten, dass nach dem ersten Kind die Familienplanung eigentlich abgeschlossen sei und verkauften alle Kinderwägen, Babykleidung und Spielzeuge für die Kleinsten. Wir entschieden uns allerdings um, glücklicherweise vor dem Hausbau und haben daher zwei Kinderzimmer eingeplant. Aber wenn ein weiteres Kind unterwegs wäre hätten wir mit der damaligen Planung von heute auf Morgen ein gravierendes Platzproblem bekommen.

Etwas an räumlichen „Puffer“ kann sicherlich nicht schaden. Man kann den Platz solange gerne als Ankleide, Hobby-Raum oder Man-Cave nutzen um für alle Eventualitäten gewappnet zu sein.

Sind wirklich genug Steckdosen gesetzt?

Bei der imaginären Einrichtung aller Räume habt ihr in der Planungsphase meist schon eine konkrete Idee davon wie ihr eure Möbel stellen wollt und welche Anforderungen zu berücksichtigen sind. Nun wechselt sich nicht nur eurer Möbel-Geschmack mit der Zeit, ihr werdet auch merken, dass ihr praktische Überlegungen hinsichtlich der Wegstrecken, Stauraum oder auch der Einfachheit zur Reinigung vermehrt ins Rampenlicht geraten.

Wir möblieren insbesondere in den Wintermonaten um. Wenn nun das TV-Regal, der Computer, die Lautsprecher oder einfach auch nur der Tannenbaum an Weihnachten wo anders stehen sollen werdet ihr merken, dass der damaligen Geiz bei der Bemusterung zur Steckdosen-Planung hinderlich war. Meine Faustregel für angehende Bauherren daher: An jeder Wand zumindest eine Steckdose, besser zwei (habe das damals selbst nicht so gemacht).

Farbe des Außenputzes: Weiß ist nicht das Gelbe vom Ei

Die meisten Neubauten habe eine weiße Fassadenfarbe. Uns hingegen wurde dazu geraden ein sehr helles „grau“ zu nehmen. Die Farbe ist 37307/68/c1 hellgrau von STO und nun, nach Jahren indem wir in unserem Haus wohnen hat sich das als sehr gute Entscheidung erwiesen. Währen andere Neubauten in unserer Siedlung meist einen sehr hellen, weißen Anstrich bekamen und damit sehr anfällig für Verfärbungen waren trotzt unsere Fassade bisher den Witterungseinflüssen deutlich besser.

Fließen im Eingangsbereich

Im Flur, direkt nach der Eingangstür haben wir Fließen verwendet anstatt hier auch einen Parkettboden wie im anschließenden Wohnbereich zu verlegen. Die Fließen lassen sich deutlich einfacher reinigen wenn der Eingangsbereich von nassen Schuhen, Regen oder Schnee/Salz verunreinigt wird. Das würden wir immer wieder so machen und sind froh, bei der Planung hier keinen Fehler gemacht zu haben. Die Krönung wäre sicherlich gewesen, bereits vorab im Eingangsbereich eine Vertiefung im Estrich für den Einsatz einer austauschbaren Matte zu verlegen. Auf diese Idee kamen wir erst im Anschluss an die Bauphase bei der Besichtigung eines hochpreisigen Architektenhauses (Stichwort: „eingelassene Schmutzfangmatte in Bodenvertiefung nach Maß“).

Vermeidung von Planungsfehlern in der Küche

Wir haben eine sehr schöne Küche. Nachträglich hätten wir aber ein paar Dinge anders gemacht, die sich nachträglich nur mit sehr hohem Aufwand noch verbessern lassen würden. Die Schränke und Hängeelemente sind leider nicht hoch bis zur Decke geplant. Nun sammelt sich nicht nur Staub und ein Fettfilm auf den Aufbauten, man verliert auch einfach Stauraum durch den Verzicht einer weiteren Etage. Erfreulicherweise haben wir bereits bei der Küchenplanung darauf geachtet, dass der Backofen bereits erhöht eingebaut wurde und wir setzten auf viele Schubladen für mehr Stauraum. Nachträglich zogen wir auch zusätzliche, ausziehbare Schubladen aus Metall ein um den Platz innerhalb der Schränke besser auszunutzen.

Weitere Außenanschlüsse für Strom und Wasser

Achtet bei der Planung darauf wie ihr in Zukunft euren Garten bewässern wollt und auf welcher Seite ihr in Zukunft Strom in Form von Außensteckdosen benötigen könntet. Sei es für die saisonale Weihnachtsbeleuchtung, den Anschluss eines Balkonkraftwerks, Kameras oder auch zur Stromversorgung einer Gartenhütte. Natürlich ist dabei auch auf eine separate Absicherung der Stromkreise für den Außenbereich zu achten. Wir selbst haben an zwei Seiten des Hauses Anschlüsse für Wasser setzen lassen. Zum Auswaschen von Mülltonnen oder das Putzen von Fahrrädern müssen wir nun leider mit langen Wegstrecken und Schlauchadaptern arbeiten und zweimal „ums Eck“ ehe wir mit dem Schlauch am Ziel sind. Eine dritte Zapfstelle wäre die bessere Lösung gewesen und würde im laufenden Betrieb viel Zeit sparen.

Welche Erfahrungen habt ihr selbst gemacht und habt ihr weitere Tipps zur Vermeidung von Planungsfehlern beim Hausbau? Wir freuen uns über eure Kommentare und Anregungen!

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