Pläne und Entwürfe

Durch unzählige Gespräche im Vorfeld wussten wir bereits vor den Gesprächen mit den verschiedenen Fertighaus-Herstellern was wir eigentlich wollten. Geschmacklich gab es auch praktisch keine unterschiedlichen Präferenzen. Lediglich das Budget sowie die „Topographie“ waren die großen Unbekannten auf dem Weg zu unserem neuen Traumhaus.

Das waren die Pläne für unser Fertighaus:

(ehe uns da Budget und die Örtlichen Bauvorschriften zu einem Kompromiss zwangen)

  • Kein Keller: Erfahrungsgemäß sammelt sich hier in kürzester Zeit nur Gerümpel an den man eigentlich auch gleich entsorgen könnte. lange Wege zur Garage, Vorratskeller und Waschraum waren uns aus den 5 Jahren in der letzten Mietswohnung ebenso verhasst.
  • Hohe Deckenhöhe. Die letzte Wohnung war das oberste Geschoss in einem 2013 neu errichtetem Zweifamilienhaus; der Speicher unter dem Dach wurde ausgesparrt, die Deckenhöhen bemaßen knapp 5 Meter was wir als sehr angenehm empfanden. Ein Satteldach mit niedrigem Kniestock wollten wir daher unbedingt vermeiden.
  • Moderne und dennoch zeitlose Architektur: Wir liebäugelten lange Zeit daher mit dem Bau Fertighauses mit Walmdach, in erster Linie aufgrund des höheren Kniestocks aufgrund niedrigerer Dachwinkel.
  • Hausgröße: 150 qm aufwärts. Uns ging es nicht um die reine Anzahl an Quadratmetern sondern um die möglichst beste Anordnung um möglichst viel „Verkehrsfläche“ in Form von Fluren, Treppen und Korridoren einzusparen. Ursprünglich war auch eine Finanzierierung über die L-Bank Baden Württembergs angestrept, was bei bestimmten Förderprogrammen eine maximale Hausgröße von 165 qm definiert hatte. Wichtig waren uns vergleichsweise große Kinderzimmer. Bei der Besichtigung etlicher Muster-Fertighäuser fiel uns auf, dass bei den Kinderzimmern oftmals bewusst auf normal-dimensionierte Kleiderschränke / Schreibtische verzichtet wurde um die Räume größer wirken zu lassen.

Bauvorschriften der Stadt Knittlingen für das Baugebiet „Lange Äcker“

Flachdach-Bauten sind nicht erlaubt. Im Anschluss an eine Änderung der ursprünglichen Bauvorschriften waren immerhin Walm- und Pultdächer gestattet; vermutlich da sich der Verkauf der städtischen Grundstücke als sehr schleppend erwiesen hatten. Die Maximale Höhe des Hauses bemisst in unserem Fall 7 m über dem Bezugspunkt; die Baureihe eine Straße tiefer sogar nur 6,5 m. Wenn man nun nicht gerade plant einen eingeschössigen Bungalow hinzustellen wird schnell ersichtlich das der resultierende Kniestock bei üblicher Geschosshöhe im EG sich letzten Ende bei ca. 1 m einpendelt, da es auch Auflagen für die maximale / minimale Dachneigung gab. Im Fall der günstigste Variante, dem Satteldach beträgt der immer noch 32 ° als unterste Grenze. Moderne Satteldächer-Fertighäuser besitzen oftmals eine Dachneigung von ca 22 °. Zudem besteht noch eine Vorschrift bei allen Pult-Dächern (6 ° – 15 ° erlaubt) zu einer extensiven Dachbegrünung. Hier möchte die Kommune natürlich von den positiven Aspekten im Falle von Starkregen auf die Kanalisation profiteren. Daher sind auch geplastere Flächen so zu gestalten, dass das auftreffende Regenwasser versickern kann. Wird ein Teil der Regenmenge durch eine Begrünung erst verzögert abgegeben oder teilweise absorbiert entlastet das die Kanalisation. Fälle von Überflutungen durch die im Tal fließende Weissach gab es in den letzten Jahren vermehrt und auch erste Anstrengungen einer Renaturisierung des Bachlaufs wurden umgesetzt. Die Mehrkosten für die Bauherren betragen durch die extensive Begrünung rund 8.000 Euro. Da das Fertighaus auch statisch für die Aufnahme des zusätzlichen Gewichts und Abdichtung konzipiert werden muss kommen noch einmal rund 25.00 Euro im direkten Vergleich zu einer Satteldach-Variante mit Ziegeleindeckung hinzu. A propos Ziegel: Zugelassen waren nur rote Dachziegel; also keine modernen in grau / anthrazit. (wtf ????). Ebenso sind sämtliche Zäune an der Grundstückgrenze „einzuhecken“ und Stützmauern aus Natursteinen zu gestalten. In Summe bedeuten die Bauvorschriften der Stadt Knittlingen etliche Tausend Euro an Mehrkosten im Vergleich zu laxeren Vorschriften andernorts. Aufgrund unser Situation am Berghang, der erzwungen Zufahrt über die Milanstraße mit 1,5 = 2 Parkplätzen pro Wohneinheit und einer Spezialkonstruktion des Carport, kombiniert mit ca. 60 T an Natursteinquadern belaufen sich die Mehrkosten auf ca. 80.000 Euro.

Erste Entwürfe: Satteldach 32°

Nachdem etliche Wochen ungenutzt verstrichen waren machten wir unserem (vom Hanse Haus – Vertreter empfohlenen) Architekten Druck um endlich erste Entwürfe einzusenden. Die haben wir auch bekommen, das geplante entsprach aber alles andere als unseren Erwartungen. Im Nachhinein denken wir, der Architekt wollte wohl nur etwas Zeit gewinnen und hat uns einen 0815-Entwurf oder ein anderes bereits anderweits geplantes Haus zugeschickt. Weder der hohe Kniestock noch die Besonderheiten eines Hanggrundstücks mit Panorama-Seite wurden berücksichtigt obwohl wir unsere Pläne dahingehend vorgestellt hatten.

Zwischenentwurf: Haus mit Walmdach 25°

Walmdach Entwurf Hanse Haus Fertighaus

Walmdach Entwurf | Hanse Haus Fertighaus

Findigen Vertreter / Fertighausmakler nennen das Walmdach gerne auch Stadtvilla 😛 Positiv ist, das der Kniestock aufgrund des niedrigeren Dachwinkels bei diesen Plänen (hier: 25°) etwas höher ausfällt. Der Dachstuhl scheint jedoch aus statischer Hinsicht oder aus produktionstechnischen Gründen aufwendiger zu sein. Der Aufpreis kostet gegenüber einem Satteldach ebenfalls rund 25.000 Euro. Eventuell auch nur aufgrund der Namensgebung „Stadtvilla“. Das Fenster-Konzept ist meist ebenfalls ein ganz anders, hier werden meist besonders symmetrische und Boden-tiefe Fenster eingesetzt. Hat uns ganz gut gefallen, jedoch war uns der Kniestock immer noch zu gering, der typischerweise quadratische Grundriss muss auch erst einmal in das Baufenster passen, mit allen Zugängen und geplanten Terrassen.

 

Finale Pläne des Fertihauses: Pultdachhaus ( Hanse Haus 6°)

Es wurde ein Pultdach, mit extensiver Dachbegrünung. Gegenüber diesen Plänen des Architekten haben wir lediglich noch marginale Änderungen gehabt als wir bei der Bemusterung bei Hanse Haus in Oberleichtersbach waren. Ein Fenster im Schlafzimmer wurde gestrichen um Platz für eine Sauna zu machen, im Wohnzimmer noch ein zusätzliches Oberlicht eingefügt sowie die Kinderzimmer auf Kosten des Elternschlafzimmers etwas vergrößert.

 

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